Warum ich keine kleinen Aufträge mehr annehme

Als »Full-Service-Werbeagentur« (LOL) war ich in der Anfangszeit meiner Selbständigkeit auf Beutefang gegangen. Doch über viele Jahre habe ich nur Mücken gejagt. Die surrten und schwirrten den ganzen Tag um meinen gebrauchten Schreibtisch herum und hinterließen zum Teil juckende Stiche. Gemeint sind Einzelaufträge und kleinere Arbeiten als Dienstleister für Kunden.

Was waren die Auswirkungen dieser Mückenjagd?

  • Ich musste mich auf jedes kleine Projekt neu einstellen
  • Jeder Tag bot neue, zum Teil unangenehme Überraschungen
  • Ich verlor manchmal den Überblick, was noch alles zu tun war
  • Für jeden Auftrag sollte ich ein „Angebot“ schreiben
  • Mit einigen Kunden entstand Diskussion über den Aufwand von wenigen Arbeitsstunden
  • Manche Kunden zahlten ihre überschaubaren Rechnungen nicht

Zu der Zeit begann mein Weg ins Hamsterrad. Denn von Natur aus bin ich zuverlässig, möchte meine Zusagen einhalten und optimale Ergebnisse erzielen. Meine aufrichtigen Überzeugungen und eine Handvoll Glaubenssätze hatten zur Folge, dass am Ende oft Frust entstand. Für mich waren viele der Aufträge »Herzensprojekte«, die ich mit einer gewissen Leidenschaft verfolgte.

Daran änderte sich auch nichts, als wir mit einem wachsenden Team von Mitstreitern für größere Unternehmen tätig waren. Die Aufträge wurden größer, spezieller und komplexer. Statt Full-Service ging es vermehrt um Webdesign und Online-Marketing. Die Mückenstiche juckten noch doller.

Perspektivwechsel

Mit Kratzen, Salbe oder Mückennetz war es nicht getan, es brauchte eine ganz andere Wahrnehmung. Deshalb lade ich Dich ein, mit mir gemeinsam die Perspektive zu wechseln.
Die Grundfrage ist doch: Wo kommen die Mücken her?

Antwort: Ich habe sie angezogen …

  • Ich war froh um jeden Auftrag.
  • Ich „brauchte“ das Geld.
  • Wir nahmen alles und jeden als Kunden an, der unsere Unterstützung wollte.
  • Ich konnte nicht nein sagen.
  • Wir waren falsch positioniert.

Anstatt mich als wehrloses Opfer der Mücken zu betrachten, hat mir der Perspektivwechsel geholfen, die Verantwortung zu übernehmen. Die fehlende Klarheit und Entschiedenheit hatte negative Auswirkungen auf beiden Seiten. Frust bei mir und manchmal auch Frust beim Kunden. Denn ehrlicherweise haben die Ergebnisse der kleinen Einmalaufträge auch den Auftraggebern kaum genutzt.

Heute arbeiten wir nicht mehr FÜR Unternehmen, sondern gemeinsam MIT Unternehmen – in enger Partnerschaft und auf Augenhöhe.

Wir nehmen (so gut wie) keine kleineren Aufträge und Einmalprojekte mehr an. Wir gehen in die dauerhafte, partnerschaftliche Zusammenarbeit, sind kein reiner Dienstleister, sondern begleiten als spezialisierte Agentur den Transformationsprozess in Unternehmen.

Dabei nehmen wir unterschiedliche Rollen ein, die gerade gebraucht werden (jeweils m/w/d):

  • Berater
  • Sparringspartner
  • Coach
  • Online-Marketing-Experten
  • Webentwickler
  • Redakteure
  • Grafikdesigner
  • usw.

Darf ich verraten, dass sich diese Liebesmüh heute für beide Seiten auszahlt? Mückenstiche hatte ich jedenfalls schon lange nicht mehr …

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